Wallfahrt

 

Wallfahrt zum Kostbaren Blut Christi

 

Mit der Stiftung der Benediktinerabtei Weingarten durch Welf IV. im Jahr 1056 und der Überlassung der Heilig-Blut-Reliquie durch seine Gattin, Judith von Flandern 1094, beginnt die Verehrung dieses Blutstropfens Jesu hier in Weingarten seit über 900 Jahren. Die Überlieferung sieht dieses Herz-Jesu-Blut als Teil derselben Reliquie, die auch in der Kirche St. Andreas im oberitalienischen Mantua verehrt wird. Diese gemeinsame Linie führt sich in der Verehrung zurück auf jenen Hauptmann Longinus, der in den Evangelien Jesus mit einer Lanze in die Seite stieß zum Zeichen seines Todes. Infolge dieser Christusreliquie verstand sich die Wallfahrtskirche von Weingarten immer auch als eine Art schwäbisches Golgotha und wurde spätestens in der Barockzeit zu einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte Süddeutschlands. Die geistliche Bedeutung von Christi Tod am Kreuz, verdichtet in der Heilig-Blut-Reliquie, verkörpert auch eindrücklich die barocke Basilika in ihrer beeindruckenden Größe und Ausstattung.

 

Als Hauptwallfahrtstage gelten noch immer der Blutfreitag (Freitag nach Christi Himmelfahrt) und das Heilig-Blut-Fest (erster Julisonntag).

 

Jeden Freitag gedenken wir in der Kreuzwegandacht um 15 Uhr der Todesstunde Jesu. Hier und in der Abendmesse wird dabei der Segen mit der Heilig-Blut-Reliquie erteilt. Nach der Abendmesse zudem auch als Einzelsegen.