Hl.-Blut-Fest

 

 

Rückblick Heilig-Blut-Fest

Der kleine Blutfreitag, wie das Heilig-Blut-Fest am 1. Julisonntag auch genannt wird, bei dem die Blutreitergruppen als Standartenabordnungen und ohne Pferde nach Weingarten zur Wallfahrt kommen, war in diesem Jahr coronabedingt größer als der große Blutfreitag.

Denn der Blutritt am 22. Mai fand erstmals nach dem 2. Weltkrieg in kleinstmöglicher Form ohne Beteiligung der Blutreitergruppen und Musikkapellen und in nicht-öffentlichen, gestreamten Gottesdiensten in der Basilika statt. So bot der vergangene Sonntag für die Blutreiter die einzige Gelegenheit in diesem Jahr sich in Weingarten zum Gebet und zur Begegnung zu treffen. Bei schönstem Wetter zogen die Standartenabordnungen in die Basilika ein und wurden dabei von den Kindern der Kinderkirche, die dazu ihrerseits eigene kleine Standarten gebastelt hatten, herzlich willkommen geheißen. Auch die jungen Familien feierten an diesem Sonntag nach Wochen wieder den ersten Gottesdienst bewusst im Grünen miteinander, der mit dem Einzug der Blutreiter endete. Obwohl das traditionelle Fest der Blutfreitagsgemeinschaft mit großer Bewirtung in diesem Jahr nicht stattfinden konnte, mündete der Festgottesdienst, bei dem Dekan Schmid die Predigt hielt und der von der Bläsergruppe Young Brass des städtischen Orchesters meisterlich mitgestaltet wurde, in eine herzliche Begegnung im Schlosshof ein, bei der den Angereisten Getränke und ein kleines Lunchpaket durch die Jungreiter der Blutreitergruppe Weingarten mit auf den Weg gegeben wurde.

Bild: Moritz Müller

 

 

 

 

 

 

Heilig-Blut-Fest 2021

 

Neben dem großen Blutfreitag kennt Weingarten auch noch den „kleinen Blutfreitag“.

 

Gemeint ist der erste Sonntag im Juli, der nach dem Herz-Jesu-Monat Juni bis zum II. Vatikanischen Konzil und der Liturgiereform als der Monat galt, an dem vor allem  das bei der Kreuzigung geflossene Blut Christi verehrt wurde als Zeichen seiner göttlichen Liebe und erlösenden Kraft. An Wallfahrtsorten mit einer Heilig-Blut-Reliquie ist davon der erste Sonntag im Juli geblieben. Wiederum sind an diesem Sonntag nahezu alle 100 Blutreitergruppen in Weingarten versammelt, allerdings nun ohne Pferde und lediglich in Form einer Standartenabordnung. Dennoch bilden die über 300 Männer mit Frack, Zylinder und Schärpe und ihre Standarten ein besonders prächtiges Bild beim Pontifikalamt um 9.30 Uhr in der Basilika, vor allem auch während des großen Ein- und Auszugs.

 

Der anschließende Mittagstisch im Abteigarten, getragen von der Blutfreitagsgemeinschaft, fügt dann auch hier ganz selbstverständlich das geistliche Fest mit dem leiblich-geselligen Fest zusammen und lässt beeindruckend das Verbindende und Frohmachende des gemeinsamen Glaubens erkennen.